Laurentiuskirche und Gemeindehaus
Kirche
Kirchstraße 13
32547 Bad Oeynhausen
Katharinensaal
Robertstraße 9
Bad Oeynhausen
Bank gegen Ausgrenzung
Vor der Laurentiuskirche in Bad Oeynhausen-Rehme steht eine „Bank gegen Ausgrenzung“. Sie wurde am 7. Juni 2026 offiziell präsentiert.
Die besondere Bank ist Teil einer bundesweiten Initiative. Ihr markantes Merkmal: Die rechte Sitzfläche fehlt, stattdessen trägt die darüberliegende Armlehne die Aufschrift „Kein Platz für Ausgrenzung!“. Mit inzwischen mehr als 1.000 aufgestellten Bänken setzt die Aktion deutschlandweit sichtbare Zeichen gegen Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit.
„Mit der Aufstellung der Bank setzen die Ev. Emmaus-Kirchengemeinde und das Bündnis für Vielfalt, Menschenwürde und Toleranz ein gemeinsames Zeichen für Respekt, Menschenwürde und ein friedliches Miteinander. Ausgrenzung soll keinen Platz haben – weder in der Kirche noch in der Gesellschaft“, erklärt Pfarrerin Theodora Beer.
Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen
Geschichtliches
Wer die Laurentiuskirche im Stadtteil Rehme von Bad Oeynhausen betritt, den zieht schnell die Ruhe und spirituelle Ausstrahlung dieses im Kern sehr alten romanischen Kirchenraums in den Bann. Sie wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts als Saalkirche mit Querschiff, einem Chor mit halbrunder Apsis und Westturm errichtet und ist somit das älteste Gotteshaus der Stadt und Umgebung. Von 1890 bis 1892 wurde der kreuzförmige Grundriss dieses Baus neoromanisch vergrößert, indem man das Querschiff beidseitig zu Seitenschiffen erweiterte. So entspricht der Grundriss heute einer dreischiffigen Hallenkirche. Mit dieser Erweiterung war auch die Errichtung eines neuen, westwerkartigen Turms verbunden.
Die Kirche beherbergt einige bemerkenswerte Kunstschätze, darunter ein spätgotisches Sakramentshäuschen und vier sechzehnarmige Bronzekronleuchter aus der Zeit der Renaissance. Das 1962 von W. Pöschel geschaffene Chorfenster hüllt die Apsis in ein ganz besonderes farbiges Licht. Es zeigt das weiße Kreuz als Zeichen des Menschensohns (Matth. 24,30) sowie fünf brennende und fünf nach unten gerichtete Kerzen als Symbole für die klugen und törichten Jungfrauen (Matth. 25,1-13). Von der Künstlerin Eva Limberg stammt der wertvolle große Bronze-Taufleuchter neben dem Taufstein.
Das Geläut im Turm der Laurentiuskirche umfasst drei Glocken. Die älteste (f') stammt aus dem Jahr 1791, während zwei neuere Bronzeglocken (es' und as') 1989 von der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe gegossen wurden.
In den 1960er Jahren fand eine umfassende Renovierung und Umgestaltung des Kirchenraums statt. Im Zuge dessen wurde 1969 von der Orgelbaufirma Karl Schuke/Berlin eine neue Orgel errichtet, Das Instrument mit seinen 21 Registern fügt sich sehr harmonisch und zurückhaltend in den Raum ein. Aus künstlerisch-musikalischer Sicht begeistert die Rehmer Orgel durch charaktervolle Klangfarben und einen sehr transparenten Klang, der den akustisch vorteilhaften Kirchenraum bis in den letzten Winkel füllt.
Text: KMD i.R. Martin Winkler