Taizégebet
Bild 1: Taizé-Gebet in Rehme
Bild 2: Kirche in Taizé
Bild 3: Fenster in der Kirche von Taizé
Bild 4: Ikone in der Kirche von Taizé
Taizé-Gebete finden in unregelmäßigen Abständen an verschiedenen Orten unserer Gemeinde statt. Sie sind meditative, meist abendliche Gebetszeiten mit Gesängen, Stille und kurzen Textlesungen. Sie gehen auf die ökumenische Communauté in Taizé, einem Dorf in Frankreich zurück.
Besonderheiten
- Ökumenisch: Offen für Menschen verschiedener christlicher Konfessionen
- International: Besonders viele Jugendliche aus ganz Europa nehmen an den Treffen teil.
- Meditativer Charakter: Weniger Predigt, mehr Gesang und Stille.
Die Spiritualität von Taizé wurde besonders durch den Gründer Frère Roger geprägt.
Typische Elemente eines Taizé-Gebets
- einfache, sich wiederholende Gesänge (oft mehrsprachig, z. B. Latein, Deutsch, Englisch). Dadurch entsteht eine ruhige, kontemplative Stimmung, die helfen soll, innerlich zur Ruhe zu kommen.
- Längere Zeiten der Stille (mehrere Minuten)
- Kurze Bibellesung
- Fürbitten
- Schlichte, meditative Atmosphäre mit Kerzen und wenig Worten
Sowohl die Ikone (Bild 4) als auch das Fenster in der Kirche von Taizé (Bild 3) weisen auf das hin, was den Brüdern von Taizé wichtig ist.
Die Ikone zitiert im Spruchband: „Was ihr einem von meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25, 46). Vor diesem Vers werden die 7 Werke der Barmherzigkeit aufgezählt. Die bildliche Darstellung zeigt allerdings ein biblisches Gleichnis: Der barmherzige Samariter (Lukas 10, 25-37). Somit werden die Werke der Barmherzigkeit konkret. Die Brüder von Taizé leben diese Botschaft in der Spiritualität und in der Hinwendung zu Menschen in Not.
Im Fensterbild wird das Anliegen noch einmal deutlich für alle, die Taizé erleben. Auf dem Berg der Verklärung haben Jesu Jünger ein wunderbares spirituelles Erlebnis (Matthäus 17, 1-9). Sie würden es am liebsten festhalten und Hütten bauen, also dableiben. Aber Jesus will davon nichts wissen. Viel wichtiger ist es ihm, wieder hinab zu den Menschen und in den Alltag zu gehen.
Wie den Jüngern ergeht es vielen jungen Menschen aus verschiedenen Ländern, Kirchen und Kulturen. Sie erleben im Miteinander, dass Glauben verbindet und dass sie in Taizé über ihren Glauben, ihr Leben und ihre Probleme reden und sich austauschen können. Gleichzeitig sind die täglichen Gebete eine tiefe spirituelle Erfahrung. Aber dies einfach nur für sich festzuhalten ist nicht das Anliegen der Communauté. Geht zurück in euren Alltag und in eure Gemeinden und erzählt von dem, was ihr erlebt habt! Ja, als Menschen brauchen wir Auszeiten und Hoch-Zeiten wie auf dem Berg der Verklärung oder auf dem Hügel von Taizé. Dadurch bekommen wir Kraft und Inspiration für den Alltag unserer Welt.
Bild 1: Taizé-Gebet in Rehme
Bilder 2, 3 und 4 sind Originalbilder aus Taizé
2026 Antje Eltzner-Silaschi