05/10/2026 0 Kommentare
Mut, Verantwortung und ein Quittenbaum - Zum 150. Geburtstag von Karl Koch
Mut, Verantwortung und ein Quittenbaum - Zum 150. Geburtstag von Karl Koch
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Mut, Verantwortung und ein Quittenbaum - Zum 150. Geburtstag von Karl Koch
Von Alexander Hermelink
Vor unserem Zuhause in der Hindenburgstraße steht ein großer Stein. In ihm eingelassen ist eine Tafel mit dem Porträt eines Mannes, der die evangelische Kirche in Westfalen entscheidend mitgeprägt hat: Karl Koch, Pfarrer der Altstadtgemeinde, Superintendent des Kirchenkreises Vlotho und Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Über dem Stein breitet ein Quittenbaum seine Zweige aus, gerade jetzt im Herbst trägt er goldene Früchte. Wenn wir auf den Baum und den Gedenkstein darunter schauen, müssen wir oft daran denken, wie viel Geschichte mit diesem Ort verbunden ist und wie aus dem Wirken eines Menschen etwas entstehen kann, das über seine eigene Lebenszeit hinaus Bestand hat.

Auf der Tafel stehen Worte, die Karl Koch 1934 formulierte:
„Die Zeit des Bekennens ist gekommen.“
Sie erinnern an eine Zeit, in der die evangelische Kirche um ihren Weg ringen musste und in der es Mut erforderte, für die eigenen Überzeugungen einzustehen.
Am 6. Oktober 2026 jährt sich Karl Kochs Geburtstag zum 150. Mal. Für uns ist das ein besonderer Anlass, uns mit dem Mann zu beschäftigen, an den wir hier jeden Tag erinnert werden. Denn Karl Koch war nicht nur ein bedeutender Kirchenmann, sondern auch über Jahrzehnte Pfarrer der evangelischen Altstadtgemeinde in Bad Oeynhausen.
Karl Koch wurde am 6. Oktober 1876 in Witten geboren. Er studierte Theologie in Greifswald und Bonn und wurde nach seinem Vikariat in Rehme 1902 ordiniert. Seine ersten Pfarrstellen führten ihn nach Holtrup und Bünde. 1916 übernahm er die Pfarrstelle der evangelischen Altstadtgemeinde in Bad Oeynhausen und mehr als drei Jahrzehnte blieb er der Gemeinde verbunden, wie kaum ein anderer prägte er ihre Entwicklung.
Bad Oeynhausen war damals eine vergleichsweise junge Stadt, auch die evangelische Gemeinde entwickelte sich gerade. In diese Zeit fiel auch der Bau des Pfarrhauses in der Hindenburgstraße, was 1928 nach Kochs Vorstellungen errichtet wurde und nicht nur sein Zuhause und Arbeitsplatz war. Hier befanden sich auch das Gemeindebüro und das Büro der Bekennenden Kirche, Gästezimmer boten beispielsweise Hilfspredigern Unterkunft. Wenn wir heute auf dieses Haus schauen, ist es deshalb mehr als ein Wohnhaus mit einer langen Geschichte. Es steht für die Verbindung von Gemeindealltag und kirchlicher Verantwortung – für einen Ort, an dem Menschen zusammenkamen, gearbeitet, beraten und um den richtigen Weg der Kirche gerungen wurde.
Neben seiner Tätigkeit als Gemeindepfarrer übernahm Karl Koch 1927 das Amt des Superintendenten des Kirchenkreises Vlotho und wurde er zum Präses der westfälischen Provinzialsynode gewählt. 1945 wurde er der erste Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Eine besondere Bedeutung erhielt Bad Oeynhausen während der Auseinandersetzungen um den Weg der evangelischen Kirche im Nationalsozialismus. Karl Koch gehörte zu den führenden Vertretern der Bekennenden Kirche in Westfalen. Auch politisch war er tätig: Er gehörte bis 1933 dem preußischen Landtag sowie 1930 bis 1932 zusätzlich dem Reichstag an. Koch wandte sich gegen den Einfluss der sogenannten Deutschen Christen, die versuchten, die evangelische Kirche im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie auszurichten. Er übernahm wichtige Leitungsaufgaben innerhalb der Bekenntnissynoden und setzte sich für die Eigenständigkeit der Kirche ein.
Die Auferstehungskirche am Kurpark wurde zu einem wichtigen Ort dieser Auseinandersetzungen. Hier fanden mehrere Versammlungen der Bekennenden Kirche statt,1936 tagte dort die vierte und letzte Bekenntnissynode auf Reichsebene. In Bad Oeynhausen wurde damit über grundlegende Fragen der evangelischen Kirche verhandelt: Wie konnte sie ihre Botschaft bewahren, wenn der nationalsozialistische Staat auch auf ihre Leitung und Verkündigung Einfluss nehmen wollte?
Auch das Pfarrhaus in der Hindenburgstraße war eng mit diesen Ereignissen verbunden. Was heute ein ruhiger Ort mitten im Alltag der Stadt ist, war damals ein wichtiger Anlaufpunkt für Menschen, die um den Weg ihrer Kirche rangen. Die Worte auf der Gedenktafel bekommen vor diesem Hintergrund ein besonderes Gewicht: „Die Zeit des Bekennens ist gekommen.“ Sie erinnern daran, dass Überzeugungen gerade dann Bedeutung gewinnen, wenn es schwierig wird, zu ihnen zu stehen. Karl Kochs Geschichte wirft auch heute Fragen auf: Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen? Wann ist es notwendig, Stellung zu beziehen? Und was folgt aus dem eigenen Glauben?
Karl Koch starb am 28. Oktober 1951 in Bielefeld. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Altstadtfriedhof in Bad Oeynhausen. Seine jahrzehntelange Tätigkeit als Pfarrer der Altstadtgemeinde, seine Verantwortung als Superintendent und Präses sowie seine Rolle im Kirchenkampf machen ihn zu einer bedeutenden Persönlichkeit der westfälischen Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts.
In Bad Oeynhausen sind bis heute Spuren seines Wirkens zu finden: die Präses-Koch-Straße in der Südstadt, sein Grab auf dem Altstadtfriedhof und der Gedenkstein vor dem Pfarrhaus in der Hindenburgstraße.
Seit einigen Monaten gibt es noch eine weitere Möglichkeit, diesen Erinnerungsort zu entdecken. Ein Geocache führt Interessierte zum Gedenkstein und verbindet die Suche nach einem kleinen Schatz mit der Begegnung mit einem Stück Stadt- und Kirchengeschichte. Vielleicht bleiben dadurch Menschen stehen, die sonst einfach vorbeigegangen wären. Vielleicht lesen sie die Inschrift, fragen nach Karl Koch und beginnen, sich für seine Geschichte zu interessieren.
Wir finden diesen Gedanken schön:
Geschichte muss nicht nur in Büchern stehen oder in Archiven aufbewahrt werden. Sie kann mitten unter uns lebendig bleiben – an einem Haus, an einem Gedenkstein und unter einem Baum, der jedes Jahr neue Früchte trägt. Wenn wir im Herbst die Quitten an unserem Baum sehen, denken wir deshalb auch an die Spuren, die Karl Koch in Bad Oeynhausen hinterlassen hat. Natürlich lässt sich menschliches Wirken nicht mit den Früchten eines Baumes gleichsetzen. Aber beides erinnert daran, dass manches Zeit braucht, um zu wachsen, und dass das, was einmal begonnen wurde, noch lange nachwirken kann.
Zum 150. Geburtstag Karl Kochs lohnt es sich, genauer hinzusehen. Auf den Stein unter dem Quittenbaum. Auf die Geschichte unserer Gemeinde. Und auf die Frage, welche Früchte Mut, Verantwortung und ein klares Bekenntnis heute tragen können.
Text: 2026 Alexander Hermelink
für die Bewohnerinnen und Bewohner
der Hindenburgstraße 9
Leichte Sprache
Von Alexander Hermelink
Karl Koch zum 150. Geburtstag
Vor unserem Haus in der Hindenburgstraße steht ein großer Gedenk-Stein.
In dem Stein ist eine Tafel eingelassen.
Auf der Tafel ist das Bild von Karl Koch.
Karl Koch war ein wichtiger Pfarrer.
Er war Pfarrer der evangelischen Altstadt-Gemeinde in Bad Oeynhausen.
Später hatte er weitere wichtige Aufgaben:
- Er war Superintendent des Kirchen-Kreises Vlotho.
- Er war Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Über dem Gedenk-Stein steht ein Quitten-Baum.
Im Herbst trägt der Baum goldene Früchte.
Wenn wir den Baum und den Gedenk-Stein sehen, denken wir oft über die Geschichte dieses Ortes nach.
Wir denken auch darüber nach:
Was kann ein Mensch bewirken?
Und:
Was kann von einem Menschen bleiben, wenn er schon lange nicht mehr lebt?
„Die Zeit des Bekennens ist gekommen.“
Auf der Gedenk-Tafel stehen Worte von Karl Koch.
Er sagte im Jahr 1934:
„Die Zeit des Bekennens ist gekommen.“
Diese Worte stammen aus einer schwierigen Zeit.
Damals herrschten die National-Sozialisten in Deutschland.
Auch in der evangelischen Kirche gab es große Streitigkeiten.
Einige Menschen wollten die Kirche an die national-sozialistische Politik anpassen.
Andere Menschen wollten, dass die Kirche ihren eigenen Glauben und ihre eigenen Überzeugungen bewahrt.
Karl Koch gehörte zu diesen Menschen.
Er setzte sich für die Eigenständigkeit der Kirche ein.
Karl Koch wird 150 Jahre alt
Am 6. Oktober 2026 wäre Karl Koch 150 Jahre alt geworden.
Das ist für uns ein besonderer Anlass.
Denn Karl Koch gehörte sehr lange zu Bad Oeynhausen.
Er war mehr als 30 Jahre Pfarrer der evangelischen Altstadt-Gemeinde.
Er hat die Gemeinde stark geprägt.
Das Leben von Karl Koch
Karl Koch wurde am 6. Oktober 1876 in Witten geboren.
Er studierte Theologie.
Er studierte in Greifswald und Bonn.
Nach seinem Vikariat in Rehme wurde er im Jahr 1902 zum Pfarrer ordiniert.
Danach arbeitete er als Pfarrer in Holtrup und Bünde.
Im Jahr 1916 kam er nach Bad Oeynhausen.
Er wurde Pfarrer der evangelischen Altstadt-Gemeinde.
Dort blieb er mehr als 30 Jahre.
Das Pfarrhaus in der Hindenburgstraße
Im Jahr 1928 wurde das Pfarrhaus in der Hindenburgstraße gebaut.
Karl Koch hatte Vorstellungen davon, wie das Haus aussehen und genutzt werden sollte.
Das Haus war nicht nur seine Wohnung.
Dort war auch das Gemeinde-Büro.
Später war dort auch ein Büro der Bekennenden Kirche.
Im Haus gab es außerdem Gäste-Zimmer.
Dort konnten zum Beispiel Hilfs-Pfarrer wohnen.
Das Pfarrhaus war deshalb ein wichtiger Ort.
Dort wurde gearbeitet.
Dort trafen sich Menschen.
Dort wurde beraten.
Und dort wurde darüber gesprochen, welchen Weg die evangelische Kirche gehen sollte.
Auch heute ist das Haus ein besonderer Ort.
Wenn wir es ansehen, sehen wir deshalb nicht nur ein altes Wohnhaus.
Wir sehen auch einen Ort mit viel Geschichte.
Weitere Aufgaben von Karl Koch
Karl Koch übernahm neben seiner Arbeit als Pfarrer weitere wichtige Aufgaben.
Im Jahr 1927 wurde er Superintendent des Kirchen-Kreises Vlotho.
Außerdem wurde er zum Präses der westfälischen Provinzial-Synode gewählt.
Im Jahr 1945 wurde er der erste Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Karl Koch und die Bekennende Kirche
Besonders wichtig wurde Bad Oeynhausen in der Zeit des National-Sozialismus.
Damals gab es einen Streit um den Weg der evangelischen Kirche.
Karl Koch war ein wichtiger Vertreter der Bekennenden Kirche in Westfalen.
Die Bekennende Kirche wollte:
Die Kirche soll ihren Glauben selbst bestimmen.
Der Staat sollte nicht bestimmen, was Christen glauben und was in der Kirche verkündet wird.
Karl Koch war auch politisch tätig.
Bis 1933 war er Mitglied im Preußischen Landtag.
Von 1930 bis 1932 war er außerdem Mitglied des Reichstags.
Karl Koch wandte sich gegen die sogenannten Deutschen Christen.
Die Deutschen Christen wollten die evangelische Kirche stärker an die national-sozialistische Ideologie anpassen.
Karl Koch lehnte das ab.
Er übernahm wichtige Aufgaben bei den Bekenntnis-Synoden.
Er setzte sich für eine eigenständige evangelische Kirche ein.
Die Auferstehungskirche
Auch die Auferstehungskirche am Kurpark wurde in dieser Zeit zu einem wichtigen Ort.
Dort fanden mehrere Versammlungen der Bekennenden Kirche statt.
Im Jahr 1936 traf sich dort die vierte und letzte Bekenntnis-Synode auf Reichs-Ebene.
Dort wurde über wichtige Fragen gesprochen.
Zum Beispiel:
Wie kann die Kirche ihre Botschaft bewahren?
Und:
Wie kann die Kirche unabhängig bleiben, wenn der Staat Einfluss auf sie nehmen will?
Diese Fragen waren damals sehr wichtig.
Das Pfarrhaus als Ort der Geschichte
Auch das Pfarrhaus in der Hindenburgstraße war mit diesen Ereignissen verbunden.
Heute ist es ein ruhiger Ort.
Damals kamen dort Menschen zusammen.
Sie berieten über die Zukunft der Kirche.
Sie suchten nach dem richtigen Weg.
Deshalb bekommen die Worte auf der Gedenk-Tafel eine besondere Bedeutung:
„Die Zeit des Bekennens ist gekommen.“
Diese Worte erinnern uns daran:
Es ist wichtig, zu seinen Überzeugungen zu stehen.
Besonders dann, wenn das schwierig ist.
Die Geschichte von Karl Koch stellt auch uns Fragen:
Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen?
Wann müssen wir unsere Meinung sagen?
Wann müssen wir für etwas einstehen?
Was bedeutet unser Glaube für unser Handeln?
Karl Koch stirbt
Karl Koch starb am 28. Oktober 1951 in Bielefeld.
Er wurde auf dem Altstadt-Friedhof in Bad Oeynhausen beigesetzt.
Karl Koch war viele Jahre Pfarrer der Altstadt-Gemeinde.
Er war Superintendent.
Er war Präses.
Und er war ein wichtiger Vertreter der Bekennenden Kirche.
Deshalb ist er eine bedeutende Persönlichkeit der westfälischen Kirchen-Geschichte.
Spuren in Bad Oeynhausen
Auch heute gibt es in Bad Oeynhausen Erinnerungen an Karl Koch.
Zum Beispiel:
die Präses-Koch-Straße in der Süd-Stadt
sein Grab auf dem Altstadt-Friedhof
der Gedenk-Stein vor dem Pfarrhaus in der Hindenburgstraße
Seit einigen Monaten gibt es noch eine weitere Möglichkeit, Karl Koch und seine Geschichte kennenzulernen.
Ein Geocache führt zum Gedenk-Stein.
Ein Geocache ist eine moderne Schatz-Suche.
Menschen suchen dabei mit Hilfe von Informationen und einem GPS-Gerät nach einem versteckten Gegenstand.
Auf diese Weise kann man den Gedenk-Stein entdecken.
Vielleicht bleiben Menschen dort stehen, die sonst einfach vorbeigegangen wären.
Vielleicht lesen sie die Inschrift.
Vielleicht fragen sie:
Wer war Karl Koch?
Und vielleicht interessieren sie sich danach für seine Geschichte.
Geschichte bleibt lebendig
Wir finden diesen Gedanken schön:
Geschichte muss nicht nur in Büchern stehen.
Geschichte muss auch nicht nur in Archiven aufbewahrt werden.
Geschichte kann mitten in unserer Stadt lebendig bleiben.
Zum Beispiel:
an einem Haus,
an einem Gedenk-Stein
oder unter einem Baum.
Unser Quitten-Baum trägt jedes Jahr neue Früchte.
Wenn wir im Herbst die goldenen Quitten sehen, denken wir deshalb auch an Karl Koch.
Natürlich kann man einen Menschen nicht mit einem Baum vergleichen.
Aber beides kann uns an etwas erinnern:
Manche Dinge brauchen Zeit, um zu wachsen.
Und das, was ein Mensch beginnt, kann noch lange weiterwirken.
Zum 150. Geburtstag
Zum 150. Geburtstag von Karl Koch lohnt es sich deshalb, genauer hinzusehen.
Auf den Gedenk-Stein unter dem Quitten-Baum.
Auf das alte Pfarrhaus.
Auf die Geschichte unserer Gemeinde.
Und auf eine wichtige Frage:
Welche Früchte können Mut, Verantwortung und ein klares Bekenntnis heute tragen?
Text: 2026 Alexander Hermelink
für die Bewohnerinnen und Bewohner
der Hindenburgstraße 9
Englisch
By Alexander Hermelink
Karl Koch on His 150th Birthday
In front of our home on Hindenburgstraße stands a large stone. Set into it is a plaque bearing the portrait of a man who had a decisive influence on the Protestant Church in Westphalia: Karl Koch, pastor of the Altstadt congregation, superintendent of the Vlotho church district, and president of the Protestant Church of Westphalia.
Above the stone, a quince tree spreads its branches. Right now, in autumn, it is carrying golden fruit. Whenever we look at the tree and the memorial stone beneath it, we often think about how much history is connected with this place and how the work of one person can create something that endures beyond his own lifetime.
The plaque bears words that Karl Koch wrote in 1934: “The time for confessing has come.” They recall a period in which the Protestant Church had to struggle over the path it should take, and when it required courage to stand up for one’s convictions.
On October 6, 2026, it will be 150 years since Karl Koch was born. For us, this is a special occasion to learn more about the man we are reminded of here every day. Karl Koch was not only an important church leader; for more than three decades, he was also pastor of the Protestant Altstadt congregation in Bad Oeynhausen. Few others shaped the development of the congregation as profoundly as he did.
Karl Koch was born on October 6, 1876, in Witten. He studied theology in Greifswald and Bonn and was ordained in 1902 after serving as a vicar in Rehme. His first pastoral positions took him to Holtrup and Bünde. In 1916, he took over the pastorate of the Protestant Altstadt congregation in Bad Oeynhausen, and for more than three decades he remained closely connected to the congregation, shaping its development like hardly anyone else.
At that time, Bad Oeynhausen was a relatively young town, and the Protestant congregation was itself still developing. This was also the period when the parsonage on Hindenburgstraße was built. Constructed in 1928 according to Koch’s plans, it was not merely his home and workplace. It also housed the congregation’s office and the office of the Confessing Church, while guest rooms provided accommodation for, among others, assistant pastors. When we look at this house today, it is therefore more than simply a residential building with a long history. It represents the connection between everyday congregational life and wider church responsibility — a place where people came together, worked, deliberated, and struggled over the right path for the Church.
Alongside his work as a parish pastor, Karl Koch became superintendent of the Vlotho church district in 1927 and was elected president of the Westphalian provincial synod. In 1945, he became the first president of the Protestant Church of Westphalia.
Bad Oeynhausen acquired particular significance during the conflicts over the direction of the Protestant Church under National Socialism. Karl Koch was one of the leading representatives of the Confessing Church in Westphalia. He was also politically active: until 1933, he was a member of the Prussian state parliament, and from 1930 to 1932 he was additionally a member of the Reichstag. Koch opposed the influence of the so-called “German Christians,” who sought to align the Protestant Church with National Socialist ideology. He assumed important leadership roles within the Confessing Church synods and campaigned for the independence of the Church.
The Church of the Resurrection at the Kurpark became an important site of these conflicts. Several meetings of the Confessing Church took place here, and in 1936 it hosted the fourth and final Reich-level Confessing Church Synod. In Bad Oeynhausen, fundamental questions concerning the Protestant Church were debated: How could the Church preserve its message when the National Socialist state was also attempting to exert influence over its leadership and preaching?
The parsonage on Hindenburgstraße was also closely connected with these events. What is a quiet place in the middle of everyday life today was then an important meeting point for people struggling over the direction their Church should take. Against this background, the words on the memorial plaque acquire a particular significance: “The time for confessing has come.” They remind us that convictions become especially meaningful when it is difficult to stand by them. Karl Koch’s story also raises questions that remain relevant today: What does it mean to take responsibility? When is it necessary to take a stand? And what follows from one’s faith?
Karl Koch died on October 28, 1951, in Bielefeld. He was laid to rest in the Altstadt Cemetery in Bad Oeynhausen. His decades of service as pastor of the Altstadt congregation, his responsibilities as superintendent and president, and his role in the church struggle make him an important figure in the history of the Protestant Church in Westphalia during the 20th century.
Traces of his work can still be found in Bad Oeynhausen today: Präses-Koch-Straße in the southern part of the city, his grave in the Altstadt Cemetery, and the memorial stone in front of the parsonage on Hindenburgstraße.
For several months now, there has been another way to discover this place of remembrance. A geocache leads visitors to the memorial stone, combining the search for a small treasure with an encounter with a piece of local and church history. Perhaps it will cause people to stop who would otherwise simply have walked past. Perhaps they will read the inscription, ask who Karl Koch was, and begin to take an interest in his story.
We like this idea: history does not have to exist only in books or be preserved in archives. It can remain alive right in the midst of our everyday lives — at a house, at a memorial stone, and beneath a tree that bears new fruit every year. So when we see the quinces on our tree in autumn, we also think of the traces Karl Koch left behind in Bad Oeynhausen. Of course, human achievements cannot be equated with the fruit of a tree. But both remind us that some things take time to grow, and that what was once begun can continue to have an impact long afterwards.
On Karl Koch’s 150th birthday, it is worth taking a closer look. At the stone beneath the quince tree. At the history of our congregation. And at the question of what kind of fruit courage, responsibility, and a clear confession can bear today.
Text: 2026 Alexander Hermelink
on behalf of the residents of Hindenburgstraße 9
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