Kantorei zu Gast in Tranemo/Schweden

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Kantorei zu Gast in Tranemo/Schweden

Kantorei zu Gast in Schweden: Musik, Begegnung und gelebte Gastfreundschaft

Vier Tage voller Musik, Begegnungen und Gastfreundschaft erlebte die Kantorei an der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen bei ihrem Besuch in Tranemo in Schweden. Die Reise bildete den Gegenbesuch zum Aufenthalt des schwedischen Ceciliachors in Bad Oeynhausen wenige Wochen zuvor und war Teil eines gemeinsamen deutsch-schwedischen Chorprojekts.


Traditionelle Glasbläserkunst in Limmared

Mit rund 40 Sängerinnen und Sängern machte sich die Kantorei auf den Weg nach Schweden. Bereits bei der Ankunft wurden die Gäste von ihren Gastfamilien herzlich empfangen. Während des Aufenthalts wohnten die Chormitglieder in schwedischen Familien und erhielten so einen unmittelbaren Einblick in Kultur und Alltag des Landes. Gemeinsame Mahlzeiten, Ausflüge, Gespräche und viele persönliche Begegnungen sowie die in Schweden so wichtige „Fika“ - die traditionelle Kaffeepause, die in Schweden als wichtiger Moment für Begegnung und Gemeinschaft gilt - sorgten schnell für eine vertraute Atmosphäre.


Führung bei Ardagh Glas

Führung bei Ardagh Glas


Neben den musikalischen Aktivitäten stand ein abwechslungsreiches Begleitprogramm auf dem Plan. Die Gruppe besuchte das Glasets Hus in Limmared, erlebte eine Vorführung traditioneller Glasbläserkunst und erhielt Einblicke in die Arbeit des Unternehmens Ardagh. Weitere Programmpunkte waren der Besuch der historischen Kirche in Mossebo sowie die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum schwedischen Nationaltag. Dort durfte die Kantorei gemeinsam mit dem Ceciliachor auftreten und einen musikalischen Beitrag zum Festprogramm leisten, eine große Ehre für die Sängerinnen und Sänger.


Besichtigung und Führung durch die Kirche Mosseb


Auch für die Verantwortlichen der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde bot die Reise wertvolle Impulse. Nur etwa 1.000 Kilometer trennen Bad Oeynhausen und Tranemo – und doch zeigten sich Unterschiede. Chorvorstand, Kantor und Pfarrerin nutzten die Gelegenheit zum Austausch über kirchliches Leben in beiden Ländern.  „Besonders bereichernd war für mich der Einblick in das kirchliche Leben in Schweden. Es gibt spannende Unterschiede in den Strukturen und im Miteinander von Pfarrpersonen und Kirchenmusik. Gleichzeitig haben wir viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Ich nehme einiges für meine Arbeit in Bad Oeynhausen mit!“, berichtet Pfarrerin Theodora Beer. 



Konzert in der Tranemo kyrk


Höhepunkt der Reise war das gemeinsame Konzert in der Tranemo kyrka. Gemeinsam mit dem Ceciliachor unter der Leitung von Franz Spenn gestaltete die Kantorei ein abwechslungsreiches Programm mit Werken in deutscher, schwedischer, englischer und lateinischer Sprache. Das gut besuchte Konzert zeigte eindrucksvoll, wie Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Sprachräumen durch die Musik miteinander verbunden werden können. An Orgel und Klavier begeisterte - wie bereits beim deutschen Konzert - die Vlothoer Kantorin Līga Auguste.

„Bereits als wir uns zum ersten Mal zur gemeinsamen Probe trafen, war sofort spürbar, dass uns die Freude an der Musik verbindet. Daraus ist in kurzer Zeit ein gemeinsamer Klang entstanden, der weit über Länder- und Sprachgrenzen hinausreicht.“, sagt Kantor József Opicz. 



Konzert in der Tranemo kyrk


Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste aus Bad Oeynhausen von der Offenheit, mit der sie überall aufgenommen wurden. Viele neue Freundschaften wurden geknüpft, bestehende Kontakte vertieft und die Vorfreude auf weitere gemeinsame Projekte geweckt. „Die Herzlichkeit der Gastfamilien hat mich am meisten bewegt. Aus einem Chorprojekt sind echte Freundschaften entstanden. Genau solche Begegnungen machen internationale Partnerschaften lebendig“, fasst Petra Heuer, Chorvorstand und Hauptorganisatorin der Reise, ihre Eindrücke zusammen.


Auftritt beim Schwedischen Nationaltag in Limmareds


Die Reise nach Tranemo zeigte, wie Musik Menschen verbindet und kulturelle Grenzen überwindet. Der deutsch-schwedische Choraustausch ist damit längst mehr als ein gemeinsames Konzertprojekt geworden – er ist eine lebendige Partnerschaft zwischen Menschen, Kirchengemeinden und Kulturen. Wenn es nach den Verantwortlichen geht, war das nicht der letzte Austausch.

Text: 2026 Alexander Hermelink

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