22/09/2026 0 Kommentare
Gottesdienst "Das Weib schweige - NICHT ! -"
Gottesdienst "Das Weib schweige - NICHT ! -"

In diesem Gottesdienst wird unsere langjährige Sekretärin Miriam Handirk verabschiedet und Birgit Kuhlmeier im Team des Gemeindebüros begrüßt.
Beitrag von Swea Hartl und Team
Hinschauen statt wegzusehen ist der erste Schritt.
Gewalt gegen Frauen und Mädchen darf nicht bagatellisiert werden. Gewalt gegen Frauen und Mädchen, ist nie eine Lösung und tritt in allen Schichten unserer Gesellschaft auf – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation.
Wir sind verantwortlich, aufmerksam zu sein, Anzeichen ernst zu nehmen, Vorfälle zu melden und Betroffene zu unterstützen. Nicht betreten Schweigen, nicht wegsehen, sondern klare Haltung gegen Gewalt in Familie, Schule, Arbeit und Community.
Gewalt hat viele Gesichter ob im persönlichen Kontakt oder auf Social Media und endet im schlimmsten Fall im Femizid.
Schaffen wir Räume, in denen sich Betroffene sicher fühlen, Hilfe finden und gehört werden. Bildung, Prävention und schnelle Unterstützung gehören zusammen, damit Gewalt erst gar keinen Nährboden hat.
Unterstützen wir die, die helfen, Beratungsstellen für Frauen und Männer, Mädchenhäuser und Frauenhäuser. Geben wir Frauen die Chance auf ein sicheres Leben.
Lasst uns heute ein Versprechen ablegen: Wir schauen hin, wir handeln, wir unterstützen – für ein sicheres Leben jeder Frau und jedes Mädchens.
Denn die Frau schweigt – Nicht!
INFO zum Thema rote Schuhe
„Das Weib schweige- Nicht“ ! – eine Aufforderung, das Schweigen zu brechen, das vermeintlich Private zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe zu erklären, zuzuhören und zu handeln. In vielen Lebensrealitäten erfahren Frauen Gewalt, Diskriminierung oder Stille als Folge von Ungerechtigkeit und patriarchalischen Strukturen. Jede 3. Frau erlebt in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt.
Gott fordert uns auf, Stimmen zu schützen, nicht zu unterdrücken.
Gott verlangt von keinem Menschen, Gewalt zu ertragen.
Jede Frau ist Nachbarin, Schwester, Tochter Gottes: ihr Leben hat wert und Stimme.
Wo Stimmen fehlen, wo Stimmen aus Scham und Unsicherheit verstummen, da ist Gott gegenwärtig und ruft uns dazu auf, nicht wegzusehen.
Transparentes Handeln, gute Begleitung, Schutzangebote und Prävention sind gefragt.
Wir alle sind gefragt.
Im Jahr 2024 wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 53.451 weibliche Opfer von Sexualdelikten erfasst (+2,1 %, 2023: 52.330). Knapp die Hälfte war zum Tatzeitpunkt minderjährig. Die meisten dieser Frauen und Mädchen wurden Opfer von sexueller Belästigung (36,4 %), Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellem Übergriff (insgesamt 35,7 %) sowie sexuellem Missbrauch (27,5 %).
2024 wurden 308 Mädchen und Frauen getötet.
859 Frauen und Mädchen wurden Opfer von versuchten oder vollendeten .
(BMI, BMBFSFJ und BKA veröffentlichen Bundeslagebilder „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ und „Häusliche Gewalt“ für das Jahr 2024, Pressemitteilung 21.11.2025)
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