Geboren im Jahr 1910 - trotzdem nicht alt und verstaubt

Geboren im Jahr 1910 - trotzdem nicht alt und verstaubt

Geboren im Jahr 1910 - trotzdem nicht alt und verstaubt

# Angebote für Frauen

Geboren im Jahr 1910 - trotzdem nicht alt und verstaubt
Sprachumschaltung

Von Johannes Große

Aus dem Jahre 1910 gibt es eine offizielle Gründungsurkunde (s. Titelblatt). Da wurde "Herrn Pastor Tietzel daselbst" das von Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Auguste Viktoria gestiftete "Diplom als Anerkennung der Zugehörigkeit zum Verband der Frauenhülfe des Evangelischen Kirchlichen Hülfsvereins" übersandt.

So entstand die Ev. Frauenhilfe Bad Oeynhausen-Altstadt und seitdem arbeitet sie Woche für Woche ebenso wie viele andere Frauengruppen der heutigen Emmaus-Kirchengemeinde Bad Oeynhausen.

Pfarrer Lars Kunkel schrieb im Grußwort der Gemeinde zum 100jährigen Bestehen der Ev. Frauenhilfe Bad Oeynhausen-Altstadt unter anderem dies:

"So viele Jahre Frauenhilfe stehen für gelebten Glauben, beherzten Einsatz für Menschen in Not und mutige und engagierte Frauen in der Nachfolge Jesu Christi. Wer bei dem Wort „Frauenhilfe“ an Häkeldecken und Kaffeekränzchen denkt, irrt sich gewaltig.

Von Anfang an stand im Mittelpunkt der Arbeit das Ziel, Menschen in Not zu helfen. Die berühmten Häkeldeckchen waren kein Ausdruck bürgerlicher Idylle, sondern wurden zusammen mit anderen Handarbeiten zu Gunsten Kranker und Bedürftiger verkauft. Im Laufe der Jahre wurden Patenkinder unterstützt, und heute hilft die Frauenhilfe einer Beratungsstelle für zur Prostitution gezwungene Frauen. Der Einsatz von Frauen für Frauen in Not hat eine lange Tradition in der Frauenhilfe. Genauso steht aber auch gemeinsames Bibellesen und theologisches Nachdenken im Mittelpunkt der Frauenhilfe. Auf überzeugende Weise fallen so die Beschäftigung mit dem eigenen Glauben und die Tat, die aus der Nachfolge Christi erwächst, zusammen.

Dass dabei durchaus auch Freude an gemeinsamen Unternehmungen, die Pflege von Freundschaften und Geselligkeit nicht zu kurz kommen, macht die Frauenhilfe erst wirklich lebendig und ist sicher auch ein Grund für ihre Beständigkeit und Ausdauer im Laufe einer doch recht wechselvollen Geschichte."

Wer Spaß bekommen hat und neugierig gewarden ist kann in der Festschrift zum 100jährigen Bestehen hier weiter lesen.

Titelseite der Festschrift zum 100jährigen Bestehen der Ev. Frauenhilfe Bad Oeynhausen-Altstadt
© Ev. Frauenhilfe Bad Oeynhausen


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der Festschrift zum 100jährigen Bestehen der Ev. Frauenhilfe Bad Oeynhausen-Altstadt.
Ein Klick auf das Bild oder den Download-Button lädt die Festschrift herunter.


Leichte Sprache

Von Johannes Große

Die Evangelische Frauenhilfe Bad Oeynhausen-Altstadt

Im Jahr 1910 wurde die Evangelische Frauenhilfe Bad Oeynhausen-Altstadt gegründet.

Es gibt eine offizielle Urkunde über die Gründung.

Die Urkunde wurde an Herrn Pastor Tietzel geschickt.

Die damalige Kaiserin Auguste Viktoria hatte die Urkunde gestiftet.

In der Urkunde wurde die Mitgliedschaft im Verband der Frauenhilfe bestätigt.

Seit dieser Zeit gibt es die Frauenhilfe.

Die Frauen treffen sich jede Woche.

Auch heute arbeiten viele Frauengruppen in der Emmaus-Kirchengemeinde Bad Oeynhausen.

Hilfe für Menschen

Pfarrer Lars Kunkel schrieb zum 100. Geburtstag der Frauenhilfe:

Die Frauenhilfe gibt es schon sehr lange.

In dieser Zeit haben viele Frauen anderen Menschen geholfen.

Die Frauen haben ihren Glauben gelebt.

Sie haben sich für Menschen in Not eingesetzt.

Sie waren mutig und engagiert.

Manche Menschen denken bei Frauenhilfe an Handarbeiten, Kaffee und gemütliche Treffen.

Das ist aber nicht richtig.

Von Anfang an wollte die Frauenhilfe Menschen in Not helfen.

Die Frauen stellten zum Beispiel Handarbeiten her.

Dazu gehörten auch gehäkelte Decken.

Die Handarbeiten wurden verkauft.

Mit dem Geld wurden kranke und arme Menschen unterstützt.

Später half die Frauenhilfe auch Kindern mit Patenschaften.

Heute unterstützt die Frauenhilfe eine Beratungsstelle.

Dort bekommen Frauen Hilfe, die zur Prostitution gezwungen wurden.

Frauen helfen also schon seit langer Zeit anderen Frauen in schwierigen Situationen.

Glaube und Gemeinschaft

Zur Arbeit der Frauenhilfe gehört auch der christliche Glaube.

Die Frauen lesen gemeinsam in der Bibel.

Sie sprechen über ihren Glauben.

Sie denken gemeinsam über Fragen des Glaubens nach.

Der Glaube und die Hilfe für andere gehören zusammen.

Die Frauen wollen ihrem Glauben auch durch ihr Handeln zeigen.

Aber die Frauenhilfe bedeutet nicht nur Arbeit und Hilfe.

Die Frauen unternehmen auch gemeinsam etwas.

Sie pflegen ihre Freundschaften.

Sie verbringen gerne Zeit miteinander.

Sie haben Freude und feiern gemeinsam.

Das macht die Frauenhilfe lebendig.

Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass es die Frauenhilfe schon so lange gibt.


Englisch

From Johannes Große

There is an official founding document from 1910 (see title page). In it, “Pastor Tietzel there” was sent the “Diploma in recognition of membership in the Association of Women’s Aid of the Evangelical Church Aid Society,” donated by Her Majesty Empress and Queen Auguste Viktoria.

This is how the Evangelical Women’s Aid of Bad Oeynhausen-Altstadt came into being. Since then, it has continued its work week after week, just as many other women’s groups do today within the Emmaus Church Congregation of Bad Oeynhausen.

Pastor Lars Kunkel wrote the following, among other things, in the congregation’s commemorative message marking the 100th anniversary of the Evangelical Women’s Aid of Bad Oeynhausen-Altstadt:

“So many years of Women’s Aid represent lived faith, wholehearted commitment to helping people in need, and courageous and dedicated women following in the footsteps of Jesus Christ. Anyone who associates the term ‘Women’s Aid’ with crocheted blankets and coffee gatherings is very much mistaken.

From the very beginning, the focus of the organization’s work was on helping people in need. The famous crocheted doilies were not an expression of bourgeois domestic idyll; rather, they were sold, along with other handicrafts, to benefit the sick and those in need. Over the years, the organization supported sponsored children, and today the Women’s Aid supports a counseling center for women who have been forced into prostitution. The commitment of women to women in need has a long tradition within Women’s Aid.

At the same time, reading the Bible together and engaging in theological reflection have always been central to the work of Women’s Aid. In a convincing way, reflection on one’s own faith and the actions that arise from following Christ come together here.

The fact that there is also plenty of room for the enjoyment of shared activities, the nurturing of friendships, and social gatherings is what truly brings Women’s Aid to life. It is certainly also one of the reasons for its continuity and perseverance throughout a history marked by considerable change.”

Anyone who has become interested and would like to learn more can continue reading in the commemorative publication marking the 100th anniversary.

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