Erklär mir: "Frauenhilfe"

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Erklär mir: "Frauenhilfe"
Sprachumschaltung

Von Antje Eltzner-Silaschi

Erklär mir: „Frauenhilfe“!

Frauenhilfe - das hört sich ziemlich verstaubt an. Früher hieß Frauenhilfe sogar „Frauenhülfe“ - und so steht es auch noch auf dem Hauptgebäude des Verbandes der Evangelischen Frauenhilfe in Soest.

Wenn man aber mal hinter die Fassade schaut, so ist da ganz viel Staub weggepustet worden. Hinter der Westfälischen Frauenhilfe verbirgt sich eine moderne Arbeit, die vor allem Frauen zugute kommt. Da gibt es die Trägerschaft für drei Bildungsinstitute für Pflegeberufe, da gibt es ein Frauenhaus, außerdem 6 Beratungsstellen für Frauen in Not, die zum Beispiel mit einem Jobangebot nach Deutschland gelockt und dann in die Prostitution gezwungen wurden oder für Frauen, die unter den Folgen einer Beschneidung leiden oder davon bedroht werden. Drei Pflegeeinrichtungen für alte Menschen in Soest und in Warburg werden von der Westfälischen Frauenhilfe geleitet. Im Märkischen

Grillfest der Frauenhilfe der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde Bad Oeynhausen
© 2026 Antje Eltzner-Silaschi

Kreis und im Ennepe-Ruhr-Kreis unterhält die Frauenhilfe mehrere Einrichtungen der Eingliederungshilfe für psychisch behinderte Menschen. Das alles geschieht unter dem Dach der Frauenhilfe, die alles andere als verstaubt daher kommt. Obendrein wird die Erwachsenenbildung im Bereich Theologie und Spiritualität, Ökumene, Schöpfung, Weltgebetstag und vieles mehr gefördert. Dazu werden Frauen aus ganz Westfalen eingeladen, die sich in den Frauenhilfe-Gruppen vor Ort engagieren.

Frauenhilfe der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde Bad Oeynhausen
© 2026 Antje Eltzner-Silaschi

Damit sind wir bei unserer Frauenhilfe in der Emmaus-Gemeinde angekommen. Es gibt mehrere Gruppen, die sich zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Tagen treffen. Diese Treffen sind keine „Kaffeekränzchen“! Alle Gruppen haben ein vorher angekündigtes Programm, das im Gemeindebrief und auf der Homepage zu finden ist. Allen Treffen gemeinsam ist, dass wir einen Beitrag bezahlen, der mit 20-25 € pro Jahr (!) erschwinglich ist. Dieser Beitrag kommt der Arbeit des Dachverbands und zu einem Teil der Arbeit hier vor Ort zugute. Am wichtigsten ist aber die Gemeinschaft, die wir pflegen und der wir uns zugehörig fühlen. Viele sind schon seit 60 Jahren oder mehr Mitglied, andere sind erst vor kurzem dazu gekommen. Unsere Gruppen freuen sich über Frauen, die die Gemeinschaft suchen. Und im Übrigen helfen wir auch! Immer wieder spenden wir, wenn große Not Menschen in Gefahr bringt, z.B. bei Erdbeben o.ä.. Und auch für unsere Gemeinde wurden Beträge für die Orgelrestaurierung und die Reparatur des Kirchturmhahns gespendet. Frauenhilfe - Frauen helfen!

Immer noch heißen wir „Frauenhilfe“. Ja, das hört sich an, als wäre das etwas von Gestern. Mir persönlich wäre es sehr recht, wenn sich dieser Name ändern würde, da er auch ein bestimmtes Image vermittelt. Aber das wird an anderer Stelle entschieden.

Neugierig geworden? Die Türen unserer Gruppen stehen offen!

Text und Bilder: 2026 Antje Eltzner-Silaschi,
Vorsitzende der Frauenhilfe Altstadt
(seit fast 40 Jahren Mitglied der Frauenhilfe)

Mehr Informationen:

Download der Festschrift "100 Jahre Evangelische Frauenhilfe Bad Oeynhausen-Altstadt"


Leichte Sprache

Von Antje Eltzner-Silaschi

Was ist die Frauenhilfe?

Der Name Frauenhilfe klingt alt.

Früher schrieb man sogar Frauenhülfe.

Aber die Frauenhilfe macht heute moderne Arbeit.

Die Frauenhilfe hilft vielen Menschen.

Zum Beispiel:

- Sie bildet Menschen für Pflege-Berufe aus.

- Sie hat ein Frauenhaus.

- Sie berät Frauen in Not.

- Sie hilft Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind.

- Sie hilft Frauen, die von Beschneidung betroffen sind oder bedroht werden.

- Sie betreibt Pflegeheime für ältere Menschen.

- Sie unterstützt Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Die Frauenhilfe bietet auch Kurse an.

Die Kurse handeln zum Beispiel von:

- dem christlichen Glauben,

- Spiritualität,

- der Bewahrung der Schöpfung,

- dem Weltgebetstag.

Frauen aus ganz Westfalen können daran teilnehmen.

Die Frauenhilfe in der Emmaus-Gemeinde

In der Emmaus-Gemeinde gibt es mehrere Frauen-Gruppen.

Die Gruppen treffen sich regelmäßig.

Die Treffen sind keine Kaffee-Runden.

Für jedes Treffen gibt es ein Thema oder ein Programm.

Die Termine stehen im Gemeinde-Brief und auf der Internet-Seite.

Jedes Mitglied zahlt einen kleinen Jahres-Beitrag.

Der Beitrag beträgt 20 bis 25 Euro im Jahr.

Mit dem Geld wird die Arbeit der Frauenhilfe unterstützt.

Ein Teil des Geldes bleibt in der Gemeinde.

Das Wichtigste ist die Gemeinschaft.

Die Frauen lernen sich kennen.

Sie sprechen miteinander.

Sie unterstützen sich gegenseitig.

Manche Frauen sind schon seit mehr als 60 Jahren dabei.

Andere sind erst vor kurzer Zeit dazugekommen.

Neue Frauen sind immer willkommen.

Die Frauenhilfe sammelt auch Spenden.

Das Geld hilft Menschen nach Natur-Katastrophen, zum Beispiel nach einem Erdbeben.

Auch Projekte der Gemeinde werden unterstützt.

Zum Beispiel:

- die Reparatur der Orgel,

- die Reparatur des Wetterhahns auf dem Kirchen-Turm.

Warum heißt die Frauenhilfe noch so?

Der Name Frauenhilfe klingt alt.

Die Autorin wünscht sich einen neuen Namen.

Sie findet:

Der Name passt nicht mehr gut zur heutigen Arbeit.

Darüber entscheiden aber andere Menschen.

Möchten Sie mitmachen?

Dann kommen Sie gern zu einer Gruppe der Frauenhilfe.

Die Türen stehen offen.

Alle interessierten Frauen sind herzlich willkommen.

Text: 2026 Antje Eltzner-Silaschi, Vorsitzende der Frauenhilfe Altstadt
(seit fast 40 Jahren Mitglied der Frauenhilfe)


Von Antje Eltzner-Silaschi

Englisch

Explain to Me: “Frauenhilfe” (Women's Aid)

Frauenhilfe ("Women's Aid")—the name sounds rather old-fashioned. In the past, it was even spelled "Frauenhülfe," and that old spelling can still be seen on the main building of the Association of the Protestant Women's Aid in Soest.

However, if you look beyond the façade, you'll find that much of the dust has long since been swept away. Behind the Westphalian Women's Aid is a modern organization whose work primarily benefits women. It is responsible for three educational institutes for nursing professions, operates a women's shelter, and runs six counseling centers for women in crisis—for example, women who were lured to Germany with promises of employment and then forced into prostitution, or women who suffer from the consequences of female genital mutilation or are at risk of undergoing it.

The Westphalian Women's Aid also manages three residential care facilities for older adults in Soest and Warburg. In the Märkischer Kreis and Ennepe-Ruhr districts, it operates several support facilities for people with mental health disabilities. All of this takes place under the umbrella of Women's Aid—an organization that is anything but outdated.

In addition, it promotes adult education in areas such as theology and spirituality, ecumenism, care for creation, the World Day of Prayer, and many other topics. Women from across Westphalia who are actively involved in local Women's Aid groups are invited to participate in these programs.

This brings us to our own Women's Aid group in the Emmaus Congregation. There are several groups that meet at different times and on different days. These gatherings are far from being mere "coffee mornings." Every group follows a planned program that is announced in advance and published in the church newsletter and on the congregation's website.

All groups have one thing in common: members pay an annual contribution of only €20–25, making participation affordable. This contribution supports the work of the regional umbrella organization as well as, in part, the work of our local group.

Most importantly, however, we value the sense of community that we nurture and to which we feel we belong. Many women have been members for 60 years or more, while others have joined only recently. Our groups warmly welcome women who are looking for friendship and community.

And, of course, we also help others. Time and again, we make donations when people are in great need—for example, following earthquakes or other disasters. We have also contributed financially to projects within our own congregation, such as the restoration of the church organ and the repair of the church tower's weather vane.

Women's Aid—women helping women!

We are still called "Frauenhilfe." Yes, the name may sound as though it belongs to another era. Personally, I would welcome a change of name, as it conveys a certain image. However, that decision is made elsewhere.

Curious? The doors of our groups are open—you are warmly invited!

Text: Antje Eltzner-Silaschi, Chair of the Altstadt Women's Aid Group
(Member of Women's Aid for almost 40 years)

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