Begegnung verbindet - Interreligiöse Entdeckungsreise von der Moschee zur Laurentiuskirche

Begegnung verbindet - Interreligiöse Entdeckungsreise von der Moschee zur Laurentiuskirche

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Begegnung verbindet - Interreligiöse Entdeckungsreise von der Moschee zur Laurentiuskirche
Sprachumschaltung

Von Dr. Christian Hohmann

Begegnung schafft Vertrauen

Mehr als 60 Menschen, darunter zahlreiche Familien, haben an der Begegnung in der Moschee des Al-Huda-Kulturvereins und in der Laurentiuskirche der evangelischen Kirchengemeinde Emmaus teilgenommen.

Mit Mokka und Tee wurden die ersten Besucherinnen in der Moschee in der Südstadt freundlich empfangen. Nach und nach füllte sich der Raum im ersten Stock. Männer und Frauen nahmen auf Stühlen Platz. Für die Kinder war ein Quiz vorbereitet worden, um den Raum der Moschee zu entdecken. Nach der freundlichen Begrüßung durch Qusay Almohamad, Gründungs- und Vorstandsmitglied des Al-Huda-Kulturvereins führte uns Imam Emad Elmokhtar Abdalla aus Bielefeld in die muslimische Gebetstradition ein.

Das rituelle Gebet wird fünfmal täglich in den Familien als auch in der Moschee gehalten und hat die Gebetswaschung zur Voraussetzung. In der Moschee wird Deutsch und Arabisch gesprochen, weil die Gemeindeglieder aus unterschiedlichen Ländern stammen und sich in Deutsch als gemeinsamer Sprache verständigen. Die Gäste aus der Emmausgemeinde und aus der Stadt Bad Oeynhausen hörten interessiert zu und stellten anschließend verschiedene Fragen, die der Imam zusammen mit den Vertretern des Al-Huda-Vereins beantwortete.

Die vielen Gespräche anschließend bei Kaffee, Tee, Kuchen und Baklava, fanden ein einhellig positives Echo bei Gastgebern und Gästen. Viele äußerten ihre Freude darüber, dass es endlich eine solche Begegnung zwischen dem Al-Huda-Kulturverein und der Kirchengemeinde Emmaus stattfinden konnte. „Nur durch eine direkte Begegnung kann Vertrauen unter uns wachsen“, betonte Pfarrer Christian Hohmann und dankte seitens der Emmausgemeinde für die erfahrene Gastfreundschaft in der Moschee.

Nach einem kurzen Gebet in der Moschee, dem rituellen Gebet am Nachmittag, fuhren alle gemeinsam zur evangelischen Laurentiuskirche nach Rehme. Dort wurden sie von Pfarrer Matthias Mengel, Diakonin Faraja Mwakapeje und Presbyter Klaus-Udo Hennings begrüßt. Pfarrer Mengel erklärte den evangelischen Gottesdienstraum der Laurentiuskirche. Pfarrer Hohmann führte in das christliche Gebet ein.

Von muslimischer Seite gab es viele interessierte Fragen, gerade auch von Jugendlichen. Dabei ging es neben der christlichen Gebetstradition auch um die Frage des Gottesverständnisses und der Bedeutung von Ostern. 

Ein besonderer Moment war es, als die Orgel erklang. Kirchenmusikdirektor i.R. Martin Winkler hatte zuvor die Orgel als das zentrale Instrument im evangelischen Gottesdienst vorgestellt. Kinder und Jugendliche waren eingeladen, bestimmte Orte in der Laurentiuskirche zu entdecken und wurden danach - wie schon zuvor in der Moschee - mit kleinen Geschenken bedacht. Küsterin Beate Fries sorgte mit einem Team von Freiwilligen, dass es schließlich ein reichhaltiges Buffet gab.

Viele blieben noch lange bei angeregten Gesprächen an den Tischen zusammen. „Eine solche Begegnung sollten wir unbedingt wiederholen“, so der Wunsch von Mohammad Al-Khabour vom Al-Huda-Kulturverein, der an der Vorbereitung der Begegnung zusammen mit Diakonin Faraja Mwakapeje (Projekt TeamGeist) und Alireza Fathollahzadeh Gharabaei (Mitglied des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Bad Oeynhausen) beteiligt war.    

Text: 2026 Dr. Christian Hohmann
Bilder: privat


Leichte Sprache

Von Dr. Christian Hohmann

Begegnung schafft Vertrauen

Mehr als 60 Menschen haben sich getroffen. Darunter waren viele Familien.

Zuerst besuchten sie die Moschee des Al-Huda-Kulturvereins. Dort wurden die Gäste freundlich mit Mokka und Tee begrüßt. Für die Kinder gab es ein Quiz über die Moschee.

Imam Emad Elmokhtar Abdalla erklärte den Gästen den muslimischen Glauben und das Gebet. Muslime beten fünfmal am Tag. Vor dem Gebet machen sie eine Gebetswaschung. In der Moschee werden Deutsch und Arabisch gesprochen.

Die Gäste konnten viele Fragen stellen. Danach gab es Gespräche bei Kaffee, Tee, Kuchen und Baklava. Alle fanden die Begegnung sehr schön. Pfarrer Christian Hohmann sagte: „Nur durch eine direkte Begegnung kann Vertrauen wachsen.“

Danach fuhren alle gemeinsam zur evangelischen Laurentiuskirche in Rehme. Dort erklärten die Pfarrer den Gästen den Gottesdienstraum und das christliche Gebet.

Die muslimischen Gäste stellten viele Fragen. Es ging zum Beispiel um das christliche Verständnis von Gott und um Ostern. Auch die Orgel wurde vorgestellt und gespielt.

Für Kinder und Jugendliche gab es wieder eine kleine Entdeckungstour. Danach bekamen sie kleine Geschenke. Zum Schluss gab es ein großes Buffet und viele Gespräche.

Alle waren sich einig: So eine Begegnung soll wiederholt werden.

Text: 2026 Dr. Christian Hohmann
Bilder: privat


Englisch

Von Dr. Christian Hohmann

Encounters Build Trust

More than 60 people, including numerous families, took part in the meeting at the mosque of the Al-Huda Cultural Association and at St. Lawrence Church of the Protestant Emmaus Parish. The first visitors were warmly welcomed at the mosque in the southern part of the city with mocha coffee and tea. Gradually, the room on the first floor filled up. Men and women took their seats on chairs. A quiz had been prepared for the children to help them discover the mosque.

After a warm welcome from Qusay Almohamad, founding member and member of the board of the Al-Huda Cultural Association, Imam Emad Elmokhtar Abdalla from Bielefeld introduced us to the Muslim tradition of prayer. The ritual prayer is performed five times a day, both in families and in the mosque, and requires ritual ablution beforehand. German and Arabic are spoken in the mosque because the members of the congregation come from different countries and use German as their common language.

The guests from the Emmaus Parish and from the city of Bad Oeynhausen listened with great interest and subsequently asked various questions, which the imam answered together with representatives of the Al-Huda Association. The many conversations that followed over coffee, tea, cake and baklava received an overwhelmingly positive response from both hosts and guests. Many expressed their joy that such a meeting between the Al-Huda Cultural Association and the Emmaus Parish had finally been possible.

“Only through meeting one another directly can trust grow among us,” emphasized Pastor Christian Hohmann, who also thanked the Emmaus Parish for the hospitality they had experienced at the mosque.

After a short prayer in the mosque—the ritual afternoon prayer—everyone travelled together to the Protestant St. Lawrence Church in Rehme. There, they were welcomed by Pastor Matthias Mengel, Deaconess Faraja Mwakapeje and presbyter Klaus-Udo Hennings.

Pastor Mengel explained the Protestant worship space at St. Lawrence Church. Pastor Hohmann introduced the participants to Christian prayer. There were many interested questions from the Muslim side, particularly from young people. In addition to the Christian tradition of prayer, the questions also concerned the understanding of God and the significance of Easter.

A special moment came when the organ was played. Martin Winkler, Director of Church Music (retired), had previously introduced the organ as the central instrument in Protestant worship. Children and young people were invited to discover certain places in St. Lawrence Church and were then, as they had been earlier in the mosque, given small gifts.

Church caretaker Beate Fries, together with a team of volunteers, made sure that a rich buffet was eventually provided. Many people stayed for a long time, continuing their lively conversations around the tables.

“We should definitely repeat such a meeting,” said Mohammad Al-Khabour of the Al-Huda Cultural Association. He had been involved in preparing the meeting together with Deaconess Faraja Mwakapeje (TeamGeist project) and Alireza Fathollahzadeh Gharabaei (member of the Committee for Equal Opportunities and Integration of the City of Bad Oeynhausen).

Text: 2026 Dr. Christian Hohmann
Bilder: privat

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